Goethes Leibgericht

MiriamAbendessen, Allgemein, Mittagessen, Rezepte2 Comments

Tadaaa! Ich hab’s gemacht! Juchuu! Und voll lecker. Mhm, bin mir gar nicht so sicher, ob ich das nächste laut sagen/schreiben sollten, weil ich dann bestimmt diverse Augenroller bekomme, aber egal :-D Warum ich mich so freue? Ich wohne jetzt seit etwas mehr als 4,5 Jahren in Frankfurt am Main und habe allen Ernstes heute Abend das erste Mal eine Frankfurter Grie Soß‘ (Grüne Soße) gemacht. Und dann fast noch eine Premiere, zumindest eine gefühlte. Ich habe das erste Mal seit ich weiß nicht wie vielen Jahren wieder Gulasch gemacht. Jahaa, ich esse es zwar total gerne, aber bei einer Kochzeit von über einer Stunde fällt es dann doch meistens hinten über. Auch wenn die Vorbereitung ruck zuck geht… Egal, heute Abend habe ich es gemacht. Und beides passt super zusammen. Denn ich Frankfurt werden die leckeren sieben Kräuter sehr gerne mit gekochtem Rindfleisch serviert, wenn wohl auch eher mit Tafelspitz als mit Gulasch. Aber genug geschwafelt, hier ist, was du zum nachmachen brauchst.

Zutaten für die Grie Soß‘ (1 Portion)

100g 7-Kräutermischung (frisch vom Markt oder aus der Tiefkühltheke), bestehend aus

Sauerampfer

Pimpinelle

Petersilie

Kerbel

Borretsch

Schnittlauch

Kresse

1 Zwiebel

1 Gewürzgurke (ich hatte nur frische Salatgurke)

1 hartgekochtes Ei

1/2 Knoblauchzehe

1 TL Senf

Saft & geriebene Schale einer viertel Zitrone

50ml Mayonnaise

Zutaten für das Gulasch

150g Rindergulasch

1 Zwiebel

2 EL Senf

Ergibt 9g Kohlenhydrate, 57g Fett, 28g Eiweiß

Die Zubereitung

Eigentlich ist die Zubereitung kinderleicht, dauert aber beim Gulasch leider etwas. Aber von vorne. Das rohe Gulasch ordentlich mit Senf einschmieren. Den Topf heiß werden lassen und Bratfett (ich habe geschmackloses Kokosfett genommen) reingeben. Dann das Gulasch rein, die halbierte Zwiebel in ihre Scheiben zerlegen und beides zusammen scharf anbraten. Wenn es gut angebraten ist, mit kochendem Wasser bedecken. Kochplatte runtergehen nicht vergessen! Da hab ich immer nen Talent für, heute habe ich mal dran gedacht… Parallel dazu in einem separaten Topf (oder Eierkocher) ein Ei hartkochen. Nachdem es fertig ist, abschrecken (hab mir zwar sagen lassen, dass das nicht notwendig wäre, aber ich mach das schon, um mir die Finger nicht dran zu verbrennen) und an die Seite legen zum abkühlen. Wenn du die Kräutermischung für die Grüne Soße vom Markt hast, musst du schätzungsweise etwas die Hälfte nehmen. Hatte heute nur die TK-Variante, weil ich heute auf dem Markt noch nicht daran gedacht habe, heute Abend so einen Leckerbissen zu machen. Die Kräuter ganz fein hacken oder den Mixer die Arbeit überlassen. Die Gurke und das Ei würfeln, die Knoblauchzehe zerreiben. Dann mit den restlichen Zutaten vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Bis zur Fertigstellung in den Kühlschrank stellen, da kann sie noch etwas ziehen. Wenn das Gulasch schön weich gekocht ist, die Fleischstückchen rausfischen und auf den Teller geben. Die Grie Soß‘ daneben, fertig. Gute abbo!

Nachtrag

Übrigens scheint man sich in Frankfurt nicht ganz einig zu sein, ob das oben genannte Rezept wirklich Goethes Leibspeise war, auch wenn es unter diesem Titel auf jeder Packung der 7 Kräutermischung auf dem Markt und der TK-Ware zu finden ist. Ob es nun Legende ist oder nicht, ich weiß es nicht. Ist mir auch gleich, ich finds lecker und der Titel ist doch super, oder?

 

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Über den Autor

Miriam

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Ich heiße Miriam Hoffbauer, bin Jahrgang ’78 und ernähre mich seit Dezember 2014 kohlenhydratarm. Auf ketoVida teile ich meine Erfahrungen mit der ketogenen Ernährung und wie diese auch dir auf dem Weg zu einem gesunden und schlanken Leben helfen kann.

2 Kommentare zu “Goethes Leibgericht”

  1. ich wollte schon immer mal die erste sein, die auf einem Blog kommentiert. Und wenn es dann auch noch Grie Soß ist, dann MUSS ich ja … anders geht es ja gar nicht. Miri … siehst Du meinen leeren Teller und den traurig hingrigen Ausdruck in meinen tränengefüllten Augen?

    ;)
    LG, Sabo

    1. Sabo, ich danke dir für den ersten Kommentar! Ich würde sagen, wir treffen uns mal und machen die Grie Soß zusammen, tränengefüllte, hungrige Augen mag ich nämlich gar nicht :-)
      LG,
      Miri

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