Bücherbummel: Fasten – Das große Handbuch (Jason Fung mit Jimmy Moore)

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Fasten - Das große Handbuch (Jason Fung mit Jimmy Moore)

Der Bücherbummel Fasten – Das große Handbuch (Jason Fung mit Jimmy Moore) erschien zuerst im LCHF Magazin 02/2018 und kann in dieser Leseprobe runtergeladen werden.

Fasten – Das große Handbuch (Jason Fung mit Jimmy Moore)

Fasten – der freiwillige Verzicht auf Nahrung. Das Buch von Jason Fung und Jimmy Moore widmet sich ganz dem heilenden Aspekt des Nahrungsverzichtes und zeigt die Unterschiede zwischen kurzem, langem und intermittierendem Fasten auf. Noch bevor ich näher auf das Buch eingehe, ein wichtiger Hinweis, wer NICHT fasten sollte:

Menschen mit Essstörungen wie Magersucht, Bulimie oder Binge Eating; diejenigen, die Herz- Nieren- oder Lebererkrankungen haben (oder nur nach expliziter Freigabe durch Arzt und einer engmaschigen Kontrolle!); Schwangere und stillende Frauen sollen nicht fasten – sie benötigen die Energie und wür- den die Stoffe, die der Körper entgiftet, an das Baby weitergeben. Untergewicht und Mangelernährung sind ebenfalls Situationen, in denen auf keinen Fall gefastet werden sollte. Auch Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sollen nicht fasten. Menschen, die an Gicht, Diabetes-Typ-1/Typ-2 oder Refluxösophagitis leiden, müssen nicht grundsätzlich auf das Fasten verzichten, sollten dies aber nur unter Aufsicht und mit therapeutischer Begleitung tun. Grundsätzlich ist vor jedem Fasten, das mehr als 24 Stunden dauern soll, ein Gesundheitscheck beim Arzt oder Heilpraktiker sinnvoll.

Der Inhalt

Das Buch umfasst 249 Seiten und ist in vier große Abschnitte unterteilt:

Teil 1: Was ist Fasten und warum ist es gut für Sie?

Hier wird anfangs der Unterschied zwischen Fasten (freiwilliger Verzicht auf Nahrung) und Hungern (unfreiwilliger Verzicht auf Nahrung) erklärt. Im weiteren Verlauf wird die Geschichte des Fastens aufgezeigt sowie die größten Mythen widerlegt. Es folgt ein Kapitel zu den Vorteilen des Fasten: Verbesserte Konzentration, der Verlust von Gewicht und Körperfett, Senkung des Blutzuckerspiegels und Steigerung der Insulinsensibilität, gesteigerte Energie, bessere Fettverbrennung, Verringerung von Entzündungsprozessen und noch einige mehr. Des Weite- ren werden kurze Kapitel den unterschiedlichen Fastenzielen gewidmet: dem Abnehmen, bei Diabetes-Typ-2, für mehr Herz- gesundheit oder für ein „jüngeres, klügeres Ich“.

Teil 2: Richtig Fasten

Dieser Abschnitt geht auf die Unterschiede der Fastenformen ein: Das intermittierende Fasten. Intermittierend bedeutet un- terbrechend. Es wird täglich gefastet, aber auch täglich geges- sen. Lediglich die Zeit zwischen der letzten Mahlzeit am Vortag und der ersten Mahlzeit des Folgetages wird verlängert. So wird der Fastenzustand, der jede Nacht erreicht wird, verlängert. Beliebte Zeitfenster sind 16:8 und 20:4. Es wird also 16 Stunden gefastet und dann innerhalb von acht Stunden der Tagesbedarf gegessen. Bei 20:4 verlängert sich die Fastenzeit auf 20 Stunden, im Anschluss wird innerhalb von vier Stunden gegessen. Da es hier kein Richtig oder Falsch gibt, kann jeder selbst probieren, was am Besten in den individuellen Tagesablauf passt. Frühstück ausfallen lassen? Vielleicht sogar inklusive Mittagessen? Oder doch lieber nur das Abendessen auslassen? Das ist ganz auf die persönlichen Vorlieben anwendbar – und die eigenen sozialen Gegebenheiten.

Ähnlich funktioniert das Intervallfasten, bei dem man an einem bis zu drei Tagen pro Woche für 24 Stunden fastet. Also beispielsweise einen Tag essen, einen Tag fasten – immer im Wechsel. Das Langzeitfasten nach Dr. Jason Fung (Extended Fasting) ähnelt dem bekannten Heilfasten, von reiner Flüssigkeitsaufnahme über sieben bis 14 Tage. Laut Dr. Fung ist dies sogar bis zur Erreichung des Zielgewichtes machbar, wenn z. B. täglich ein Multivitamin als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen wird. Auch sagt Dr. Fung, dass zur Unterstützung bis zu einem Esslöffel Öl pro Heißgetränk oder gar 1/2 Teelöffel Chiasamen erlaubt sind. Das ist dann auch kein reines Fasten mehr, bringt aber dieselben gesundheitlichen Vorteile. Meine persönliche Erfahrung zeigt, dass es mir leichter fällt, ganz auf Nahrung zu verzichten, als diese minimale Zufuhr, aber das muss jeder für sich austesten.

Teil 3: Hilfsmittel

In diesem recht kurzen Kapitel gibt es wichtige Hilfen zur Umsetzung der verschiedenen Fastenformen. Fung zeigt die Wichtigkeit der Flüssigkeitszufuhr auf, und welche Getränke sinnvoll sind. Des Weiteren listet er Fastenpläne als Orientierung auf, abhängig von der Fastendauer: 24 Stunden, 36 Stunden, 42 Stunden oder sieben bis 14 Tage.

Teil 4: Rezepte

Rezepte, in einem Buch über das Fasten? Klingt erst einmal widersprüchlich, macht aber durchaus Sinn. Denn schließlich stellt Fung nicht nur das Langzeitfasten vor, sondern auch die kurzzeitigen Formen, bei denen täglich bzw. tageweise abwechselnd gegessen wird. Und damit nicht die Vorteile des Nahrungsverzichtes gleich wieder weg sind, gibt er auf 42 Seiten Rezepte an die Hand, die auf natürlichen Lebensmitteln basieren und kohlenhydratreduziert sind.

Das Fazit

Das Buch ist die logische Fortführung der „Schlankformel“ – zeigt Dr. Fung doch auf, wie das Fasten funktioniert. Die einzelnen Kapitel sind kurz und gut verständlich. Am Ende eines jeden Kapitels gibt ein kleiner grüner Kasten noch einmal die wichtigsten Informationen gebündelt mit. Zusätzlich zeigen Erfahrungsberichte von Patienten und Promis, wie die unterschiedlich Fastenformen wirken. Alles in allem ein tolles Buch.

Was mir etwas zu kurz kommt, vor allem beim Langzeitfasten, sind die Unterstützungsleistungen für den Körper, wie z. B. regelmäßige Einläufe zur Unterstützung der Entgiftung des Körpers, Leberwickel oder der schrittweise Wiedereinstieg ins Essen. Hier lohnt es sich, online oder in weiteren Büchern zum Heilfasten weitere Informationen heranzuholen. Der wohl größte Unterschied zwischen dem Heilfasten und dem Langzeitfasten nach Dr. Fung ist die Tatsache, dass Fung pro Tasse Flüssigkeit 1 Esslöffel Öl erlaubt und auch etwas Chiasamen pro Tag ermöglicht. Auch sieht er Vorteile im Kaffee und teeinhalti- gen Teesorten, die beim Heilfasten nicht erlaubt sind. Hier muss einfach jeder Fastende mit Blick auf sein Fastenziel entscheiden, was ihm wichtig ist. Denn auch hier gilt: Wissen ist Macht. In dem Sinne: Bleiben/Werden Sie gesund!

 

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Über den Autor

Miriam

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Ich heiße Miriam Hoffbauer, bin Jahrgang ’78 und ernähre mich seit Dezember 2014 kohlenhydratarm. Auf ketoVida teile ich meine Erfahrungen mit der ketogenen Ernährung und wie diese auch dir auf dem Weg zu einem gesunden und schlanken Leben helfen kann.

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