Das kleine Vitamin-ABC – Teil 2

MiriamAllgemein, Biohacking, Orthomolekulare Medizin2 Comments

Vitamin-ABC

Der Artikel Das kleine Vitamin-ABC – Teil 2 erschien zuerst im LCHF Magazin 02/2018 und kann in dieser Leseprobe LCHF Magazin 02-2018 Leseprobe runtergeladen werden.

Das kleine Vitamin-ABC: B-Vitamine und Vitamin C

Das kleine Vitamin-ABC gibt einen weiteren Einblick in die wichtigsten Funktionen und Quellen der verschiedenen Vitamine. Teil 1 in der letzten Ausgabe des LCHF Magazins widmete sich den fettlöslichen Vitaminen A, D, E und K. Teil 2 nimmt die wasserlöslichen Vitamine der B-Gruppe und Vitamin C in den Fokus.

Wasserlösliche Vitamine sind in allen wasserhaltigen Bereichen des Körpers zu finden, zum Beispiel im Blut oder in den Zellzwischenräumen. Der Körper kann wasserlösliche Vitamine kaum speichern – ein Zuviel wird direkt wieder ausgeschie- den. Nur Vitamin B12 wird in der Leber gespeichert. Der Körper kann wasserlösliche Vitamine nicht selbst herstellen, mit einer Ausnahme: Vitamin B3. Eine stete Zufuhr von außen ist daher unerlässlich, um einen reibungslosen Ablauf im Körper zu er- möglichen. Katzen beispielsweise können auch Vitamin C selbst herstellen, der menschliche Körper hat im Laufe der Evolution diese Fähigkeit verloren.

Vitamin B

Es gibt nicht nur das eine Vitamin B, es handelt sich hierbei um eine Gruppe von insgesamt acht Vitaminen, die alle als Vorstufen für Coenzyme dienen. Die Nummerierung der einzelnen Vitamine ist deshalb nicht mehr durchgehend, da sich bei einigen Substanzen, die ebenfalls als Vitamin B angesehen wurden, nach und nach herausstellte, dass sie keinen Vitamincharakter besaßen und demzufolge entfernt wurden. Heute gibt es noch B1 (Thiamin), B2 (Riboflavin), B3 (Niacin/Nicotinsäure), B5 (Panthensäure), B6 (Pyridoxin), B7 (Biotin), B9 (Folsäure), B12 (Cobalamin).

Die B-Vitamine kommen praktisch in allen tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vor, vor allem in Brokkoli, Grünkohl, Spinat, Leberprodukten, Fisch etc. Einzige Ausnahme ist das Vitamin B12. Es kommt nur in tierischen Produkten vor, weswegen Vegetarier und vor allem Veganer dieses supplementieren müssen. Außerdem kann es vom Körper gespeichert werden, was bei den anderen wasserlöslichen Vitaminen nicht der Fall ist. Die Hauptaufgaben der B-Vitamine sind in der Bildung von Nerven und Muskulatur zu finden sowie im Energiestoffwechsel. Sie sind dafür verantwortlich, dass Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette in Energie umgewandelt werden. Die Nicotinsäure B3 wirkt zudem positiv auf den Cholsterinstoffwechsel, senkt das LDL-Cholesterin und erhöht das HDL-Cholesterin. Es kann vom Körper über drei Wege selbst produziert werden, unter an- derem, wenn die essentielle (lebensnotwendige) Aminosäure L-Tryptophan in ausreichender Menge vorhanden ist.

Das Pyridoxin (B6) ist an mehr als 100 Stoffwechselprozessen beteiligt, u.a. an der Umwandlung von Proteinen und Kohlenhydraten zu Glukose. Fast noch wichtiger ist seine Beteiligung an der Bildung der Neurotransmitter Serotonin, Dopamin und Noradrenalin. Das Glückshormon Serotonin reguliert u.a. den Appetit und die Körpertemperatur. Ein niedriger Serotoninspiegel verursacht im Gegenzug z. B. Schlafstörungen, ständiges Frieren, Heißhungerattacken auf Süßes und sogar eine Schilddrüsenunterfunktion, was wiederum die Abnahme behindert.

Vitamin C

Erkältung im Anmarsch? Da wird wohl jeder zu Vitamin C greifen. Das bekannteste aller Vitamine kann aber viel mehr, als das Immunsystem zu stärken. Es ist beteiligt am Kollagenaufbau, schützt somit die Haut und hilft bei der Wundheilung.

Dazu ist es eines der wichtigsten Antioxidantien. Mit Blick auf das Abnehmen ist es auch nicht zu verachten. Vitamin C senkt LDL-Cholesterin und Triglyceride, steigert die Bildung von HDL-Cholesterin. Auch die Umstellung von Zucker- auf Fettverbrennung geschieht nur mit der Unterstützung von Vitamin C.

Des Weiteren hat es einen entscheidenden Einfluss auf die Funktion der Schilddrüsenhormone. Im Zusammenspiel mit Vitamin B3 und B6 ist es an der Energiegewinnung beteiligt und verbessert die Aufnahme von Eisen. Stress und Rauchen verbrauchen übrigens sehr viel Vitamin C, dieses sollte entsprechend zusätzlich eingenommen werden. Bei Vitamin C denken die meisten Verbraucher gleich an Zitrusfrüchte. Dabei enthalten heimische Obst- und Gemüsesorten teilweise viel mehr davon. Darunter Brokkoli, frischer Spinat, Fenchel, Hagebutten, Schwarze Johannisbeere, Brennnessel, Petersilie oder Bärlauch.

Die tägliche orale Aufnahme ist beschränkt auf circa 10 g Vitamin C bzw. 0,8 – 1 g pro Stunde. Wenn mehr auf einmal über den Mund aufgenommen wurde, kommt der Darm an seine natürliche Aufnahmegrenze und reagiert mit Durchfall. Der Darm nutzt lediglich Wasser, um das Zuviel auszuscheiden. In der Vitamin-C-Hochdosistherapie bei Erkältungen, Hörsturz oder auch begleitend zu weiteren Therapien wird mit Infusionen gearbeitet, die bei 7,5 g starten und in Abhängigkeit von der Diagnose und Dauer bis zu 100 g pro Gabe betragen können.

Über den Autor

Miriam

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Ich heiße Miriam Hoffbauer, bin Jahrgang ’78 und ernähre mich seit Dezember 2014 kohlenhydratarm. Auf ketoVida teile ich meine Erfahrungen mit der ketogenen Ernährung und wie diese auch dir auf dem Weg zu einem gesunden und schlanken Leben helfen kann.

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