Keine Kohlenhydrate mehr? Das schaff‘ ich nicht.

Das war meine erste Reaktion, als meine Trainerin mir vorschlug, mal die ketogene Ernährungsweise auszuprobieren. Es hörte sich so unendlich anstrengend an. Und zugegeben, auf mein heißgeliebtes Brot wollte ich wirklich nicht verzichten. Oder auf die Schokolade. Keine Nudeln, kein Reis, das könnte klappen. Aber der Rest?? Aber ich fange mittendrin an.

Ein bisschen was zu mir und wie ich zur ketogenen Ernährung kam

Kurz zu mir: Ich heiße Miriam Hoffbauer, bin Jahrgang ’78 und ernähre mich seit Dezember 2014 kohlenhydratarm.

Das bin ich

Das bin ich

Ich dachte, ich würde mich gesund ernähren. Morgens meistens Haferflocken mit Joghurt pur, mittags Fleisch oder Fisch mit Gemüse, Nudeln, Reis oder Kartoffeln. Oder auch nur was Vegetarisches. Und abends der Fokus auf Eiweiß. Ich hatte ein paar Jahre früher das Prinzip „Schlank im Schlaf“ kennengelernt, die Ernährung dahingehend umgestellt und über die Zeit 20kg abgenommen. Bis zum Winter 2013. Da bekam ich zweimal relativ kurz hintereinander Antibiotika, weil ich extrem erkältet war und die Erkältung mit normalen Mitteln nicht weggingen. Bin zwar kein Freund von Antibiotika, aber wegen „ein bisschen Erkältung“ krankschreiben lassen wollte ich mich auch nicht. Die Erkältung ging weg, aber schon im Januar 2014 merkte ich, dass irgendwas nicht stimmte. Ich fing an Wasser in den Beinen einzulagern, die Verdauung wurde schwerfälliger, und und und. Und langsam aber sicher wurden schlimmer.

Die beschriebene Reaktion oben hatte ich im Oktober 2014. Ich hatte nach der Yoga-Stunde meiner Trainerin Lará erzählt, dass ich genervt war, weil ich meine Verdauungsprobleme seit Anfang des Jahres nicht in den Griff bekommen hatte. Was mich noch mehr störte, war, dass die Haut an meinem rechten Arm übersät war mit entzündeten Stellen, die einfach nicht verheilen wollten. Weder Wundheilsalbe noch sonst etwas half. Der lapidare Kommentar meiner Hausärztin zu den erhöhten Entzündungswerten im Blut? „Einfach etwas weniger Süßes essen.“ Ahja. Als ob das eine Stückchen Schokolade hin und wieder wirklich den Unterschied machte.

Lará sagte so etwas wie „Das sind wahrscheinlich genau die Dinge, die dir das Leben so schwer machen.“ Mhm, das musste ich erstmal sacken lassen. Nach der nächsten Stunde bat ich sie, mir das Konzept der ketogenen Ernährung einmal näher zu erklären, obwohl ich immer noch skeptisch war. Aber um mir überlegen zu können, ob es eine Alternative ist, musste ich es erstmal verstehen.

Und verstanden habe ich seitdem einiges, da ich sehr viel zum Thema Ketogene Ernährung, Low Carb High Fat, essentielle Amino- und Fettsäuren gelesen habe. Ich bin vom Ergebnis so begeistert, dass ich dieses Wissen gerne weitergeben möchte. Denn vom Hausarzt scheinen die Wenigsten diese Hilfe vorgeschlagen zu bekommen – was sehr schade ist. Aber ok. Dann eben so. Und da ich beruflich jeden Tag mit Kommunikation zu tun habe, dachte ich mir „das machst du“.

Weiterbildung zum Ganzheitlichen Gesundheits- & Ernährungscoach Low Carb, LCHF, Paleo

Irgendwann reichte es mir nicht mehr, mir das Wissen aus Büchern anzueignen. Ich wollte von Profis lernen. Ursprünglich nur, um mein Wissen zu festigen. Also suchte ich ein bisschen, und fand die LCHF Akademie. Recht spontan fing ich also im Oktober 2015 die Ausbildung bei den Dozentinnen Margret Ache, Iris Jansen, Heike Mohrdieck und Julia Tulipan an. Etliche Lehrbriefe und drei Präsenzwochenenden später, hab ich im Juni 2016 die Prüfung erfolgreich bestanden.

Der ganzheitliche Aspekt der Ausbildung, dass neben den verschiedenen Low Carb-Formen auch Themen wie Mentales Training, Stressmanagement, Bewegung und Entspannung behandelt wurden. Denn wir sind nun mal die Summe aller Teilaspekte – und verändere ich ein Puzzleteil, beeinflusse ich das nächste.

Zertifikat Ganzheitlicher Gesundheits- & Ernährungscoach

Zertifikat Ganzheitlicher Gesundheits- & Ernährungscoach

Ausbildung zur Orthomolekulartherapeutin

In der Ausbildung an der LCHF Akademie kamen auch die Themen „Wirkketten und Rückkopplungen“ vor. Also welche Nahrungsmittel bewirken was, wie funktionieren Hormone, wie werden Hormone gebildet und spielen sie zusammen. Diesen Aspekt finde ich sehr spannend. Hatte ich doch im Jahr zuvor schon gemerkt, welchen extrem positiven Einfluss es hatte, meinen festgestellten Vitamin D-Mangel zu beheben.

Leider wird es heutzutage aufgrund der nachlassenden Nährstoffdichte von Lebensmitteln und unserem Lebensstil (in meinem Hauptberuf sitze ich den ganzen Tag im Büro) immer schwieriger, die Voraussetzungen für einen optimal funktionierenden Stoffwechsel zu schaffen. Und so kam ich auf das Thema Orthomolekulare Medizin.

Urkunde Orthomolekulare Medizin

Urkunde Orthomolekulare Medizin

Die Heilpraktikerschule Dr. Jung in Kronberg bietet ein Seminar zur Orthomolekularen Medizin an, an dem ich auch als zertifizierter Ernährungscoach teilnehmen konnte. 10 insgesamt sehr intensive Kurseinheiten haben mir gezeigt, wie Vitamine und Aminosäuren gezielt für die Gesundheit eingesetzt werden können. Wobei „gezielt“ hier das Stichwort ist. Basierend auf aktuellen Blutwerten werden individuelle Therapiepläne zusammengestellt. Das Prinzip „Gießkanne“ macht in meinen Augen keinen Sinn. Denn im günstigsten Fall erzeugen willkürlich eingenommene Vitaminpräparate nur teures Pipi. Im schlimmsten Fall werden sie überdosiert, was bei den fettlöslichen Vitaminen sogar zu Vergiftungssymptomen führen kann. Und das ist ja gerade nicht das Ziel. Die Orthomolekulare Medizin ist als Supportivtherapie sehr gut geeignet, um z. B. bei Diabetes Mellitus Typ 2, bei Medikamenteneinnahme, Bluthochdruck etc zu unterstützen. Ebenso wie die Ernährung. In einem individuell zusammengestellten Plan können also Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel dazu führen, dass Erkrankungen reduziert oder sogar eliminiert werden, Nebenwirkungen von Medikamenten reduziert oder deren Wirksamkeit noch unterstützt werden. Also, packen wir es zusammen an!

In dem Sinne: Viel Spaß beim Lesen!

19 Kommentare zu “Über mich”

  1. Hallo Miriam,
    mich würde interessieren, warum es immer nur um die Kombination Eier+Käse geht. Man könnte doch auch Eier+Bacon/Fleisch kombinieren. Was steckt dahinter?
    Liebe Grüße
    Gisela

    1. Hallo Gisela,
      meinst du die Kombination Eier & Käse beim Eierfasten? Hier geht es darum, genügend Eiweiß sowie die entsprechenden Mengen Fett zu essen. Bei der Kombination Eier + Bacon oder Fleisch kommst du im Eiweiß zu hoch, das behindert die Ketose.
      Liebe Grüße,
      Miriam

    1. Hallo Angela,
      wenn du in einem der Rezepte bist, kannst du rechts in der Spalte deine Email eingeben und wirst dann informiert, sobald ein neuer Beitrag veröffentlicht wird. Ein richtiger Newsletter ist erst in Planung.

      Viele Grüße,
      Miriam

  2. Hallo Miriam,
    ich bin ein absoluter Zuckerfreak und kann es mir überhaupt nicht vorstellen, z.B. meinen Kaffee ohne Zucker zu trinken 😉 Ich habe Erythrit zu Hause und wollte jetzt mal von Dir wissen, ob ich dies mit einplanen kann in diese Ernährung?

    LG
    Tanja

    1. Hallo Tanja,

      Erythrit ist ein sehr guter Zuckerersatz, den du auch in den Kaffee machen kannst. Teste dich aber an die Menge heran. Und vielleicht als kleine Herausforderung: Versuch mal zu reduzieren. Je mehr Zucker (und die entsprechenden Ersatzstoffe) und andere Kohlenhydrate du aus deinem Speiseplan streichst, desto weniger Süße brauchst du, um etwas als süß zu empfinden ?

      Viel Erfolg, bei Fragen melde dich!

      Viele Grüße,
      Miriam

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