Schwimmen – mehr als Training für mich

MiriamAllgemein3 Comments

Schwimmen

Wasser. Mein Element. Auch wenn mein Sternzeichen Steinbock ein Erdzeichen ist, bin ich im Wasser zuhause. Das dürfte wohl an der frühen Prägung liegen. Denn meine Eltern nahmen mich das erste Mal mit ins Hallenbad als ich gerade drei Monate alt war. Beide waren zu dem Zeitpunkt Sportstudenten mit Schwerpunkt Schwimmen. Noch Fragen? Habe ich mir gedacht 😉 Gerade in meiner Kindheit und Jugend habe ich etliche Stunden im Hallenbad verbracht. Nicht gerade talentiert, aber mit Spaß bei der Sache. Das Schwimmtraining hat mich begleitet und dafür gesorgt, dass ich mich im Wasser zuhause fühle. Ich habe sogar 13 Jahre als Übungsleiterin Schwimmen sowie als Wettkampfrichter gearbeitet, weil ich soviel Spaß an dem Sport habe. Die Lizenzen sind zwar ausgelaufen, aber nicht der Spaß an der Sache.

Schwimmen = Meditation in Bewegung

Wenn ich abschalten will, mache ich entweder Yoga, lese ein gutes Buch oder springe eben ins Wasser. Was am effektivsten ist. Denn Schwimmen ist für mich Mediation in Bewegung. Und vor allem habe ich mehr oder weniger Ruhe im Wasser. Reinspringen, losschwimmen, entspannen. Der gleichmäßige Bewegungsablauf und der gleichbleibende Atemrhythmus sind perfekt zum runterkommen.Und wenn ich mal gerade kein Schwimmbecken in der Nähe habe, tut es auch die Dusche oder Badewanne. Wasser bedeutet für mich Entspannung. Sogar der Regen, solange ich drinnen auf der Couch sitzen kann. Das „Runterkommen“ findet übrigens nicht nur auf der mentalen Ebene statt. Es ist messbar, denn das Cortisol sinkt nachweislich. Und das wiederum hilft beim Abnehmen. Denn ein zu hoher Cortisolspiegel durch Stress behindert die Fettverbrennung. Aber der sinkende Cortisolspiegel ist nicht der einzige Vorteil, warum Schwimmen hilft, das Gewicht zu senken.

Schwimmen unterstützt das Abnehmen

Zurück zum Schwimmen. Schwimmen ist gerade beim abnehmen sehr hilfreich. Bei den unterschiedlichen Schwimmstilen werden bis zu 170 Muskeln angesprochen und das Herz-Kreislaufsystem gestärkt. Und auch der Kalorienverbrauch ist beachtlich. Laut einer Studie des Instituts für Prävention und Nachsorge (IPN) Köln verbraucht eine Stunde Brustschwimmen rund 530 Kalorien, ähnlich wie eine Stunde Radfahren. Noch mehr kann man mit Kraulschwimmen verbrauchen. Hier verbrennt der Körper bis zu 900 Kalorien pro Stunde. Das liegt am erhöhten Widerstand, den der Körper im Wasser überwinden muss, und an der Wassertemperatur. Wohlgemerkt gelten die Zahlen für „richtiges“ Schwimmen, nicht planschen.

Ein weiterer Vorteil für Übergewichtige ist, dass man im Wasser nur rund ein Zehntel des eigenen Gewichts tragen muss. Die Bewegungen sind also besonders gelenkschonend. Und durch die ständige Kühlung der Haut schwitzt man nicht bzw. merkt es nicht. Was durchaus ein Argument für diejenigen ist, die nicht gerne schwitzen. Auch wenn dies eine sehr wichtige und gesunde Funktion des Körpers ist.

Die richtige Technik

Wie bei allen Sportarten ist auch beim Schwimmen die Technik entscheidend. Das Brustschwimmen ist der Stil der in Deutschland Am weitesten verbreitet ist. Diese von der Technik her anspruchvollste Schwimmart wird in Deutschland in der Schwimmausbildung als erste Lage eingesetzt. Wohl weil hier die Möglichkeit besteht, den Kopf nicht ins Wasser zu legen. Ich stehe dem etwas ambivalent gegenüber. Auch ich habe in Deutschland den Kindern Brustschwimmen als erstes beigebracht. Was auch kein Problem ist, wenn es dann mal „Klick“ macht. Denn die Bewegungen, die beim Brustschwimmen ausgeführt sind, sind hochkomplex und im normalen Alltag nicht zu finden. So werden die Arme parallel bewegt und das im Wechsel mit den Beinen, die ebenfalls parallel bewegt werden. Dabei ist die Wechselbewegung wie beim Laufen diejenige, die wir gewohnt sind.

Ich habe dann ein Jahr in Australien gelebt und dort neben dem Studium als Trainerin in einer Schwimmschule gearbeitet. In Australien und den meisten anderen angelsächsischen Ländern wird zum  Schwimmenlernen auf das Kraulschwimmen gesetzt. Hier kommt die Wechselbewegung wieder ins Spiel, was es Kindern und auch Erwachsenen meistens erleichtert, die Technik zu erlernen. Beides hat Vor- und Nachteile, auf die ich jetzt hier gar nicht eingehen möchte.

Worauf ich hinaus möchte ist, das wenn man regelmässiger schwimmen gehen möchte, es Sinn macht, einen Schwimmkurs zur Verbesserung der Technik zu besuchen. Gerade beim Brustschwimmen, wenn man immer den Kopf über Wasser hält, gerät man leicht ins Hohlkreuz, was früher oder später zu Nacken- und Rückenschmerzen führt. Mit ein paar Tipps kann man die Technik soweit verbessern, dass man stromlinienförmiger im Wasser liegt und sich selbst weniger Widerstand aufbaut. Was wiederum dazu führt, dass man länger schwimmen kann. Und es macht natürlich mehr Spaß, wenn man sich nicht abkämpfen muss, um ein paar Bahnen zu schwimmen.

Was bringt die Ketose fürs Schwimmen?

Während meiner aktiven Phase galt (und gilt bei vielen noch bis heute) die Erkenntnis, dass Sportler Kohlenhydrate benötigen. Also gab es während der Trainingsphasen und zu Wettkämpfen regelmäßig Nudeln & Co. Die gibt es seit ein paar Jahren bei mir schon so gut wie gar nicht mehr, habe mich wohl einfach daran überfuttert. Naja, und mit dem Umstieg auf die ketogene Ernährung sind sie ja eh tabu. Aber bringt denn nun die Ketose auch Vorteile fürs Schwimmen, bzw Sport allgemein? Aus meiner Sicht gibt es dafür eine ganz klare Antwort: JA. Ich merke es einfach, dass ich in der Ketose wesentlich einfacher meine vier Kilometer in einer Stunde schwimmen, als wenn ich nicht in Ketose bin. Und auch andere Sportler sehen die Vorteile der Ketose. Im aktuellen Podcast von Julia Tulipan berichtet Triathloncoach Matthias Plunser, wie er „Bessere Ausdauerleistung durch Ketose“ erreicht. Und Surferin Mayla Kind schreibt in ihrem Tagebuch im Ketoseportal, wie sie auf Reisen ketogen lebt.

Super gut funktioniert das Training übrigens im nüchternen Zustand. Morgens oder während des Fastens. Nüchtern trainieren vertieft die Ketose gleich aus zwei Gründen. Zum einen wird der natürliche Fastenzustand verlängert, in dem man in den Schlaf automatisch kommt. Zum anderen sorgt das Training (und hier ist es egal welches Training) dafür, dass zugeführtes Fett und gespeichertes Körperfett für die Energiegewinnung durch die Leber genutzt wird. Muss sie doch dafür sorgen, dass die verbrauchten Ketonkörper wieder erneuert werden. Noch eine Stufe extremer wird die Ketose angeheizt, wenn man wie ich ab und zu mal in 16 Grad „warmen“ Wasser trainieren geht. Da schwimmt man automatisch schneller, damit man schneller unter die warme Dusche kommt.

Mit Kältetraining den Effekt steigern

Kältetraining, also den Körper langsam an kalte Temperaturen gewöhnen, um mehr Energie und ein gesteigertes Immunsystem zu erlangen, steigert den Ketoseeffekt. Egal ob im unterkühlten Freibad Bahnen zu ziehen, als kalte Dusche oder bei den aktuellen Temperaturen daheim in der Badewanne mit kaltem Wasser zu entspanne,  es bringt den Körper auf Trab. Er produziert mehr Mitochondrien – unsere Energiekraftwerke in den Zellen -, er produziert mehr braunes Fettgewebe und steigert den Muskelaufbau. Wie genau das geht, haben die Jungs von Primal State super in ihrem Artikel „Durch die Kälte die Fettpolster schmelzen und nie wieder frieren – geht das?“ erklärt.

Egal welches Training du absolvierst – finde das für dich passende. Dann profitierst du auf der physischen wie mentalen Ebene!

Über den Autor

Miriam

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Ich heiße Miriam Hoffbauer, bin Jahrgang ’78 und ernähre mich seit Dezember 2014 kohlenhydratarm. Auf ketoVida teile ich meine Erfahrungen mit der ketogenen Ernährung und wie diese auch dir auf dem Weg zu einem gesunden und schlanken Leben helfen kann.

3 Kommentare zu “Schwimmen – mehr als Training für mich”

    1. Auf geht’s 😄 Lass uns telefonieren/Texten um einen Termin zu finden. Oder hast du spontan Lust auf Paddleboard Yoga morgen früh ab 10 Uhr in Raunheim?

    2. Danke Andrea! War mir sicher, dass dir geantwortet hatte… Oder war das auf Facebook? Wir können schwimmen gehen, sobald die Sonne wieder da ist – damit sich das Quatschen anschließend lohnt 😉

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