Buchrezension: Jod – Schlüssel zur Gesundheit

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Jod Schlüssel zur Gesundheit

Das Buch „Jod – Schlüssel zur Gesundheit“ mit dem Untertitel „Wiederentdeckung eines vergessenen Heilmittels. Neue Power für Ihre Körperzellen“ von Kyra Hoffmann und Sascha Kauffmann habe ich mir gekauft, nachdem ich das Buch „Die Jodkrise“ von Lynne Farrow gelesen hab. Bei Jod dachte ich bislang immer an die braune Tinktur, die wir früher auf Verletzungen bekamen. Oder mit der vor einer OP die betroffene Stelle desinfiziert wurde. Aber irgendwie geriet es in Vergessenheit. Irgendwie ist Jod aus dem Auge der Öffentlichkeit geraten. Zum Teil gibt es zwar jodiertes Salz, aber das kaufe ich nie, da da Rieselhilfen, Fluor (behindert sogar die Aufnahme von Jod!) und Co mit reingemischt sind. Mir war nicht klar, welche Rolle es im Körper spielt, bis zu diesen beiden Büchern. Ich habe mich entschieden, die Rezension erstmal nur zu „Jod – Schlüssel zur Gesundheit zu schreiben“, da es einen ganzheitlichen Blick auf das Thema gibt.

Die Autoren

Kyra Hoffmann und Sascha Kauffmann, die Autoren des Buches, sind beides Heilpraktiker. Kyra Hoffmann hat ihre Praxis in Hofheim am Taunus. Ihr Tätigkeitsschwerpunkt liegt in der Diagnostik und Therapie von Stoffwechsel- und immunologischen Erkrankungen sowie der Präventionsmedizin. Sascha Kauffmann hat seine Praxis in Düsseldorf und legt seinen Schwerpunkt auf die naturheilkundliche Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen.

Jod – Schlüssel zur Gesundheit

Kurz zusammengefasst zeigt das Buch auf, welche Organe außer der Schilddrüse Jod benötigen, wie Jod in der Therapie und der Prävention eingesetzt werden kann und räumt mit diversen Mythen rund um dieses Spurenelement auf.  Kyra Hoffmann und Sascha Kauffmann haben die Thematik umfänglich recherchiert. Sie lassen alte und neue Studienbelege mit einfließen und haben diverse medizinische Experten zu einzelnen Kapiteln im Buch zu Wort kommen lassen. Abgerundet wird jedes einzelne Kapitel durch die Darstellung der Auswirkungen von Jodmangel im jeweiligen Organ und zeigen Patientengeschichten aus ihren Praxen mit auf. Was mir persönlich sehr gut gefällt, ist die Zusammenfassung am Ende eines jeden Kapitels, die noch einmal kurz und präzise die wichtigsten Fakten aufzeigt.

Die Kapitel

Das Buch „Jod – Schlüssel zur Gesundheit“ wartet mit zwei Vorworten auf, eins von den Autoren, und eins von Ulrike Gonder, die selbst sehr aktiv im Bereich low carb/ketogene Ernährung ist. Es folgen Kapitel, die sehr sinnvoll aufeinander aufbauen:

  1. Jod – Annäherung an ein umstrittenes Element

    Hier gehen die Hoffmann/Kauffmann auf die Grundlagen von Jod sowie seiner Geschichte in der Medizin ein.

  2. Jodmangel oder der Kropf als Maß aller Dinge 

    Das Kapitel zeigt auf, wie sich Jodmangel äußert, wie der eigene Lebensstil den Jodbedarf beeinflußt und es gibt eine Checkliste zur Einschätzung des eigenen Jodbedarfs. Eine Liste über vier Seiten zeigt den Jodgehalt der bekanntesten Lebensmittel auf.

  3. Die Optimalversorgung mit Jod 

    Das Kapitel zeigt den Jodbedarf auf – und den Unterschied zwischen Minimal- vs Optimalversorgung. Erinnert mich an Dr. Strunz

  4. Testen ist besser als schätzen – Joddiagnostik 

    Dieses Kapitel ist genau nach meinem Herzen. Erst messen, dann handeln. Es werden zwei Tests vorgestellt: Einmal der professionelle Jodsättigungstest, der nur in Zusammenarbeit mit einem Jodtherapeuten und einem speziellen Labor gemacht werden kann, aber eben sehr genau ist. Zusätzlich gibt es eine Anleitung für einen einfachen Hauttest für zuhause. Dieser kann als erster Indikator für einen Jodmangel dienen. Ich hab ihn ausprobiert. Aufgrund der Eindeutigkeit bin ich dann kurz darauf zu Kyra Hoffmann in die Praxis und haben den Sättigungstest durchführen lassen. Mit entsprechendem Ergebnis…

  5. Von den Japanern lernen – jodbewusste Ernährung 

    In Japan sind Jodmangel-bedingte Krankheiten sehr selten. Der Grund dafür ist die sehr jodreiche Ernährung mit Fisch und Algen. In diesem Abschnitt des Buches geben Hoffmann und Kauffmann Tipps, wie die eigene Ernährung optimiert werden kann. Und was es mit Meersalz und jodiertem Salz auf sich hat.

  6. Die Jodtherapie: Altes Wissen neu entdeckt 

    Das Kapitel ist sehr umfangreich und beleuchtet alte und neue Jodtherapeutika, die Hochdosistherapie mit Dauer, begleitendem Jodprotokoll, Heil- und Nebenwirkungen und den äußeren Anwendungsmöglichkeiten.

  7. Gib dem Schmetterling Futter! 

    Mit dem Schmetterling ist die Schilddrüse gemeint, die in ihrer Form dem Falter ähnelt. Von ihr ist bekannt, dass sie rund 50% des Jodbedarfs im Körper für sich vereinnahmt. Das Kapitel zeigt in sehr verständlicher Form die Funktionsweise der Schilddrüse auf, die Diagnostik von Fehlfunktionen und wie Jod bzw Jodmangel die Funktion beeinflussen.

  8. Hashimoto-Thyroiditis: Bitte keine Angst vor Jod! 

    Dieser Abschnitt des Buches dürfte für viele Hashi-Betroffene eine Überraschung sein, wenn nicht sogar Unbehagen auslösen. Wird doch in der klassischen Behandlung dieser Schilddrüsenkrankheit ganz klar vor dem Verzehr von Jod gewarnt! Die Autoren machen deutlich, wie Jod auch hier helfen kann. Sie widmen sich den Besonderheiten in der Joddiagnostik und der Jodtherapie bei dieser Erkrankung. Ein Interview mit dem Endokrinologen Professor Dr. Ronald Gärtner rundet diese besondere Kapitel ab.

  9. PISA-Versager oder Superhirn? 

    Dieses Kapitel ist vor allem für werdende Mütter bzw diejenigen mit Kinderwunsch sehr interessant. Denn das Spurenelement hat einen immensen Einfluss auf die gesunde Entwicklung des Gehirns beim Embryo. Auch während der Stillzeit hat Jod eine besondere Bedeutung, löst ein Mangel doch die bekannte Stilldemenz aus, oder sogar eine Post-Partum-Thyreoditis. Es werden umfangreiche Tipps zur Sicherung eigenen Jodversorgung sowie die des Nachwuchses gegeben.

  10. Jodmangel und Brustkrebs – lebenswichtige Fakten, die sie kennen sollten 

    Ein heikles Thema, mit dem die Autoren sensibel, aber ehrlich umgehen. Brustkrebserkrankungen sind ua. in Japan eher selten, Jod kann vorbeugen, aber auch in der Therapie helfen.

  11. Was Jod sonst noch alles kann 

    Als hätten die vorherigen Seiten des Buches nicht schon eindringlich gezeigt, wie wichtig Jod ist, gibt es hier noch einmal einen kurzen Überblick, wie es noch helfen kann. Zum Beispiel bei Infertilität, Ovarialzysten (PCOS), Wechseljahresbeschwerden, Prostataerkrankungen, Chronischer Erschöpfung/Nebennierenschwäche (Adrenal Fatigue) und Kognitionsstörungen.

Mein Fazit zum Buch „Jod – Schlüssel zur Gesundheit“

In Summe ist dieses Buch ein tolles Werk, das jeder gelesen haben sollte. Denn ein Jodmangel muss heutzutage wirklich nicht sein bzw. kann effektiv behandelt werden. Und so mögliche Folgeerkrankungen vermeiden! Ich jedenfalls baue gerade verstärkt Fisch (hab ich schon immer gerne gegessen), Algen und z.B. Queller in meine Ernährung ein. Zusätzlich zur Hochdosistherapie…

Das Buch kann direkt beim Systemed Verlag bestellt werden. Dort gibt es auch eine Leseprobe als Download. Ganz aktuell haben Kyra Hoffmann und Sascha Kauffmann einen Gastbeitrag zum Thema Jod auf edubily.de veröffentlicht. Und ab April 2017 wird es das Jod-Kochbuch im selben Verlag geben. Und nein, ich erhalte auf diese Tipps keine Provision, mir liegt das Thema einfach am Herzen!

In dem Sinne: Du hast den Schlüssel zur Gesundheit selbst in der Hand!

Über den Autor

Miriam

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Ich heiße Miriam Hoffbauer, bin Jahrgang ’78 und ernähre mich seit Dezember 2014 kohlenhydratarm. Auf ketoVida teile ich meine Erfahrungen mit der ketogenen Ernährung und wie diese auch dir auf dem Weg zu einem gesunden und schlanken Leben helfen kann.

2 Kommentare zu “Buchrezension: Jod – Schlüssel zur Gesundheit”

  1. Danke Miriam.
    Meine HP aus DD hat mich darauf aufmerksam gemacht.
    Habe HPU und paar Sachen …
    Auf geht’s!
    Alles Liebe
    Jan

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