Low Carb Cordon Bleu an gebratenem Löwenzahn

MiriamAbendessen, Allgemein, Mittagessen, Rezepte0 Comments

Es war mal wieder Markttag, und ich habe was Neues gefunden. Naja, neu im Sinne dessen, dass ich nicht wußte, dass es das Grünzeug auch als essbare, gezüchtete Variante gibt. Ich kannte es nur aus der Kindheit, wo es wild auf den Wiesen wuchs, mit tollen gelben Blüten, die dann zu Pusteblumen wurden. Und, erraten? Richtig, ich rede vom Löwenzahn. Irgendwann hatte ich mal mitbekommen, dass der gut im Salat schmeckt, sowohl das Grünzeug als auch die Blüte. Aber auch da bin ich von der Wildform ausgegangen. Jetzt habe ich auf dem Markt ein riesiges grünes Büschel entdeckt, wo auf dem dazugehörigen Schildchen Stand „Löwenzahn aus Deutschland“. Also fragte ich spontan die Marktfrau, wie ich denn sowas zubereiten würde? „Wie Spinat“, war die einfache Antwort. Wunderbar, war gekauft. Was ich im Vorfeld nicht beachtet hatte, war der Kohlenhydratanteil. Da hab ich mich von dem Grünzeug fast reinlegen lassen.  Denn mit 9,1g Kohlenhydrate auf 100g schliddert er so gerade eben am Limit vorbei. Und nein, es sind nicht nur Ballaststoffe, die den Wert hochtreiben. Denn obwohl der Löwenzahn relativ bitter ist, bringt er laut fddb.info ganz 8,5g Zucker mit. Dafür trumpft er mit allerlei Vitaminen und Mineralien auf. Also einfach die Menge der Tagesbilanz anpassen und dann wird das schon. Ist eh ratsam. Denn der Zahn des Löwen wirkt treibend. Sogar so doll, dass er im französischen „piss en lit“ genannt wird, also Bettnässer… So, genug geschwafelt, wird Zeit dass das Grünzeug auf den Tisch kommt.

Zutaten (1 Portion)

150g Löwenzahn

180g Schnitzel pur

60g Bacon

30g Gouda

30g Parmesan

40g Butter

1/2 Zwiebel

1 Knoblauchzehe

Salz

Pfeffer

Ergibt 16g Kohlenhydrate, 97g Fett, 92g Eiweiß (Skaldeman-Ratio 0,89)

Ich habe das Cordon Bleu nicht ganz klassisch gemacht. Ich habe mir die Arbeit gespart, das Schnitzel längs aufzuschneiden und mit einer Tasche zu versehen. Statt dessen habe ich die vier Scheiben Bacon nebeneinander gelegt, dann ganz links die eine Hälfte des Gouda aufgelegt. Auf den Gouda kommt das Schnitzen und oben auf das Schnitzel die zweite Hälfte des Gouda. Dann den Bacon um das Schnitzel wickelt. In der Zwischenzeit eine Pfanne auf den Herd und etwas Butter drin schmelzen. Das Schnitzel mit der „Nahtseite“, also dort, wo sich der Bacon überlappt, nach unten in die Pfanne geben. Muss von beiden Seiten schön knusprig gebraten werden. Parallel dazu die halbe Zwiebel und etwas Bacon in Stücke schneiden. Eine weitere, große Pfanne auf den Herd geben und die restliche Butter dazu geben. Zwiebel und Bacon anbraten. Ich bin nicht der größte Knoblauchfan, daher habe ich die Zehe nur einmal geteilt und in der Butter mit angebraten, bis sich der typische Geruch entwickelt hat. Dann schnell raus damit. Den Löwenzahn habe ich im Vorfeld gewaschen und trocken geschleudert und in ca 5cm breite Stücke geschnitten. Die Stücke kommen zu der Butter und der angebratenen Zwiebel in die Pfanne. Regelmässig wenden, bis er zusammengefallen ist. Das Cordon Bleu ist mittlerweile fertig, hatte die Pfanne aber auf der ausgeschalteten Platte stehen lassen, damit es auf jeden Fall durch ist. Beides auf einem Teller anrichten. Den Löwenzahn noch salzen, pfeffern und mit geriebenem Parmesan bestreuen. Guten Appetit!

Bacon Streifen nebeneinanderlegen, Gouda drauf, Schnitzel drauf, wieder Gouda obendrauf, dann das Schnitzel mit dem Bacon zu Ende umwickeln
Cordon Bleu zuerst auf der "Nahtseite" anbraten
Das Schnitzel von beiden Seiten goldbraun braten.
Den Löwenzahn waschen, trockenschleudern, mit Zwiebel und Knoblauch in Butter anbraten, bis er zusammengefallen ist.
Cordon Bleu und Löwenzahn anrichten. Löwenzahn salzen, pfeffern und mit Parmesan garnieren.

 

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Über den Autor

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Ich heiße Miriam Hoffbauer, bin Jahrgang ’78 und ernähre mich seit Dezember 2014 kohlenhydratarm. Auf ketoVida teile ich meine Erfahrungen mit der ketogenen Ernährung und wie diese auch dir auf dem Weg zu einem gesunden und schlanken Leben helfen kann.

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